Der geschichtliche Hintergrund

Auch wenn die Geschichte des Films an sich so nie passiert ist, sind viele der Schauplätze echt. Die meisten Waffenlieferungen im Film gehen tatsächlich in Krisengebiete, deren Protagonisten gute Kunden der internationalen Waffenhändler sind. Darunter finden sich Länder in Südamerika, der Libanon, aber auch afrikanische Länder, die vor allem mit Blutdiamanten bezahlen. Der im Film dargestellte Charakter des liberianischen Präsidenten ist nicht von ungefähr dem echten Vorbild Charles Taylor nicht unähnlich, und der Filmname Baptiste könnte einen Anspielung auf dessen Vorgeschichte als Prediger sein.

Der hochrangige US-Offizier mit dem Namen Oliver South ist eine mehr als direkte Anspielung auf den im Rahmen der dubiosen Nicaragua-Geschäfte bekannt gewordenen Soldaten Oliver North. Dieser war vor allem in der Finanzierung der Contras verwickelt, und das Geld wurde zum großen Teil in Waffengeschäfte gesteckt. Der Film benutzt sogar die Ressourcen echter Waffenhändler: Bei einer Szene werden einige T-21-Panzer bewegt, die man von einem tschechischen Waffenschieber gemietet hatte. Damit die Filmarbeiten nicht auf Satellitenbildern als Truppenbewegung gewertet wurden, mussten die Produzenten auch die NATO informieren. Um eine Szene mit Gewehren zu drehen, griff man auch auf das Angebot zurück, 3000 echte Maschinengewehre sich auszuleihen – Nachahmungen wären wesentlich teurer gewesen.

Auch die Antonow im Film gehörte einem der bekanntesten Waffenschieber, dem Russen Viktor Bout. Er hatte das Flugzeug kurz zuvor für ein Geschäft im Kongo verwendet. Es wird gesagt, dass die Hauptfigur Yuri sehr nahe an Bout angelehnt ist. Auch der Agent Jack Valentine hat ein historisches Vorbild, wenn auch nicht so direkt. Lee S. Wolosky war ein US-Diplomat, der aber auch an der Jagd nach Viktor Bout beteiligt war. Wolowsky war Direktor für transnationale Bedrohungen in der Clinton-Administration und hatte den Aufstieg Bouts beobachtet.

Auch die Filmfrau von Yuri Orlow, Aya, ist namensmäßig dicht an Alla Bout dran, der echten Frau des Waffenhändlers. Wie im Film haben diesen beiden auch im echten Leben ein Kind.

Die historischen Hintergründe und die unverblümten Dialoge, die die Vereinigten Staaten von Amerika als zumindest sehr involviert in den Waffenhandel darstellten machten es schwierig, den Film an Investoren zu verkaufen. Er wurde als unamerikanisch gebrandmarkt. Hinzu kam, dass auch gerade der Irak-Krieg ausgebrochen war. Regisseur Andrew Niccol fand schliesslich ausländische Investoren aus Deutschland und Frankreich. Für diese rechnete sich die Beteiligung: Als Budget werden 50 Millionen Dollar angegeben, der Film spielte allein in den Kinos 72 Millionen Dollar ein.